Weltpolitik

Kurdische Autonomieregierung im Irak will mit Bagdad reden

Die kurdische Regionalregierung im Irak hat ihre Bereitschaft erklärt, im Streit über Flughäfen im Autonomiegebiet, Grenzposten und Banken mit der Zentralregierung in Bagdad zu reden. Das geht aus einer in der Nacht auf Donnerstag von ihr veröffentlichten Erklärung hervor.

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in der autonomen Kurdenregion im vergangenen Monat hatte die irakische Regierung Maßnahmen zur Isolierung des Gebietes ergriffen.

Am Mittwoch hatte die Kurden-Regierung zudem erklärt, sie verfüge über Informationen, wonach irakische Streitkräfte einen "großen Angriff" auf kurdische Einheiten vorbereiteten. Daran würden auch vom Iran ausgebildete irakische Paramilitärs beteiligt sein. Ein Sprecher des irakischen Militärs wies die Darstellung zurück. Ein Angriff auf kurdische Streitkräfte sei nicht geplant.

Rund 92 Prozent der Teilnehmer hatten sich bei dem Referendum für einen eigenständigen Kurden-Staat im Nordirak ausgesprochen. Nach der Abstimmung hatte die Zentralregierung in Bagdad unter anderem internationale Flüge in den Nordirak verboten und zudem die Nachbarländer Iran und Türkei gebeten, die Grenzen zu den kurdischen Gebieten zu schließen. Das Referendum war international auf heftige Kritik gestoßen.

(Apa/Ag.)

Aufgerufen am 18.10.2017 um 01:09 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/kurdische-autonomieregierung-im-irak-will-mit-bagdad-reden-19214581

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