Weltpolitik

Kurdische Extremistengruppe TAK bekannte sich zu Anschlag

Die kurdische Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) hat sich einem Medienbericht zufolge zu dem Bombenanschlag im Südosten der Türkei bekannt. Einer ihrer Kämpfer habe das Selbstmordattentat in Diyarbakir verübt, bei dem elf Menschen getötet wurden, meldete die Nachrichtenagentur Firat am Sonntag, die den kurdischen Rebellen nahestehen soll.

Kurdische Extremistengruppe TAK bekannte sich zu Anschlag SN/APA (AFP)/ILYAS AKENGIN
Elf Menschen starben bei dem Anschlag in Diyarbakir.

Der Anschlag vom Freitag sei eine Antwort auf die "mörderische Politik" und den "erbarmungslosen Druck" der Regierung im Südosten des Landes, hieß es in der Erklärung weiter. Regierungschef Binali Yildirim hatte bereits die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Angriff verantwortlich gemacht.

Die TAK ist eine Splittergruppe der PKK. Sie hat sich bereits zu drei schweren Anschlägen in diesem Jahr bekannt: einem Selbstmordanschlag im Februar in Ankara mit 28 Toten, einem weiteren Attentat in der türkischen Hauptstadt im März mit 34 Toten und einer Autobombe in Istanbul, durch die im Juni elf Menschen getötet wurden.

Allerdings beansprucht auch die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Täterschaft des Attentats von Diyarbakir für sich. Das berichtete das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen Site unter Berufung auf die IS-nahe Agentur Amaq.

Quelle: Apa/Ag.

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