Weltpolitik

Kurz hat "Frontbesuch" in der Ostukraine begonnen

Der neue OSZE-Vorsitzende Sebastian Kurz (ÖVP) will den Ukraine-Konflikt wieder stärker ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit rücken. "Wir brauchen Aufmerksamkeit für diesen Konflikt", sagte Kurz am Dienstag beim Besuch eines Grenzkontrollpunkts zwischen Armee und Separatisten nahe der ostukrainischen Schwarzmeerstadt Mariupol.

Kurz traf in der Schwarzmeerstadt Mariupol ein.  SN/APA (BMEIA)/DRAGAN TATIC
Kurz traf in der Schwarzmeerstadt Mariupol ein.

Der Außenminister und amtierende OSZE-Vorsitzende Sebastian Kurz ist zu einem zweitägigen Besuch im Kriegsgebiet Ostukraine eingetroffen. Der ukrainische Außenamtschef Pawel Klimkin begrüßte ihn am Dienstag am Flughafen der Großstadt Dnjepropetrowsk, wie Kurz über Twitter mitteilte.

Von dort aus wollten sie gemeinsam in die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer fahren.

Österreich hat seit dem 1. Januar den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Bei seiner Reise in den Donbass will sich Kurz ein Bild von der Lage im wichtigsten Konfliktgebiet der Organisation machen. Das Außenministerium in Kiew teilte mit, Klimkin und sein Kollege wollten auch über Österreichs Ziele während des einjährigen OSZE-Vorsitzes sprechen. Die OSZE hat Hunderte Beobachter in die Ostukraine entsandt.

Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Militär und prorussischen Separatisten steckt seit Monaten in einer Sackgasse. Mehrere mühsam ausgehandelte Waffenruhen wurden immer wieder gebrochen. Zahlreiche Punkte des sogenannten Minsker Friedensplans sind nicht erfüllt.

Das ukrainische Militär und die Aufständischen berichteten von Beschuss. Die Separatisten warfen der prowestlichen Führung in Kiew gezielte Provokationen zum Besuch des OSZE-Vorsitzenden vor.

Quelle: APA

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