Weltpolitik

Laut Aktivisten 30 Tote bei Luftangriffen in Syrien

Bei Luftangriffen auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien sind laut Menschenrechtsaktivisten mindestens 30 Zivilisten getötet worden. Bei der Bombardierung des Ortes Al-Matab östlich der IS-Hochburg Raqqa seien 23 Menschen ums Leben gekommen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Unter den Opfern seien acht Kinder und sechs Frauen.

Nach Angaben der Menschenrechtsaktivisten waren Flugzeuge der US-geführten internationalen Koalition für die Angriffe verantwortlich. Das Militärbündnis unterstützt im Norden Syriens die Offensive von kurdisch geführten Einheiten zu Eroberung Raqqas. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden durch die Luftschläge der Koalition seit Herbst 2014 mindestens 890 Zivilisten in Syrien getötet.

Zugleich starben bei Luftangriffen auf den Ort Al-Mayadin nördlich der IS-Bastion Deir ez-Zor sieben Menschen, darunter ein Ehepaar und drei Kinder, wie die Menschenrechtler weiter meldeten. Mehr als 70 Menschen seien verletzt worden. Wahrscheinlich russische Jets hätten zwei Angriffswellen geflogen. Deir ez-Zor ist neben Raqqa die größte syrische Stadt, die noch in der Hand des IS ist.

Die Terrormiliz kontrolliert Gebiete im Norden und Osten des Landes. Sie hat jedoch in den vergangenen Monaten große Verluste hinnehmen müssen. Die russische Luftwaffe fliegt seit September 2015 Angriffe in Syrien und unterstützt damit die Regierung in Damaskus.

Quelle: Apa/Ag.

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