Weltpolitik

Lettland erhielt 47 gebrauchte Haubitzen von Österreich

Lettland hat im Zuge eines Rüstungsgeschäfts 47 gebrauchte Panzerhaubitzen aus Österreich bekommen. Sämtliche Artilleriegeschütze seien in dem baltischen EU- und NATO-Land eingetroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Riga am Donnerstag mit. In Wien bestätigte man, dass der Deal nun abgeschlossen sei. Der Kaufpreis beträgt je nach Ausrüstung zwischen 60.000 und 140.000 Euro pro Stück.

Lettland und Österreich hatten im Frühling 2017 einen Vertrag für die Waffensysteme des Typs M109A5Oe abgeschlossen, die von Österreich nicht mehr gebraucht wurden. Der Vertrag wurde vom damaligen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) und seinem lettischen Amtskollegen Raimonds Bergmanis am Rande eines EU-Ratstreffens auf Malta unterzeichnet. Der Kaufpreis für die Panzerhaubitzen, die zwischen 2003 und 2007 modernisiert worden seien, sollte früheren Angaben zufolge je nach Ausrüstung zwischen 60.000 und 140.000 Euro pro Stück betragen.

Die Anschaffung der Haubitzen ist Verteidigungsminister Bergmanis zufolge eines der wichtigsten Rüstungsprojekte zur Stärkung der lettischen Streitkräfte. Lettland besitzt bisher keine derartigen Geschütze. Der an Russland grenzende Baltenstaat, in dem eine große russische Minderheit lebt, ist angesichts des andauernden Konflikts in der Ukraine um die eigene Sicherheit besorgt.

Quelle: Apa/Dpa

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