Weltpolitik

Letzter westlicher Gefangener in Afghanistan ausgeflogen

Der letzte westliche Gefangene in einem afghanischen Gefängnis ist nach Australien ausgeflogen worden. Präsident Ashraf Ghani habe ihn begnadigt, berichtete das "Wall Street Journal" in der Nacht zum Dienstag.

Der Australier Robert Langdon, ein 44 Jahre alter Sicherheitsdienstleister, wurde demnach sieben Jahre lang in Kabuls Hochsicherheitsgefängnis in Pul-e-Charkhi festgehalten, weil er einen afghanischen Kollegen erschossen und dann dessen Leiche angezündet hatte. In dem Gefängnis waren auch Al-Kaida- und Taliban-Kämpfer inhaftiert.

In einem "Wall Street Journal"-Interview sagte Langdon, er habe während seiner Haftzeit Informationen über Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer im Gefängnis weitergegeben, die andere Insassen für Attentate trainiert hätten. Langdon lebte dem Bericht zufolge in einer dunklen, schmierigen Zelle, die nach Abwassern stank.

Der militärische Einsatz der USA in Afghanistan beruht stark auf Zehntausenden von privaten Sicherheitsdienstleistern. Ihre Zahl wird höher geschätzt als die der Soldaten im Land.

Quelle: Apa/Dpa

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