Weltpolitik

Lopez Obrador will Wahlen in Mexiko anfechten

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Mexiko will die Opposition das Votum wegen Betrugsverdachts anfechten. Der Urnengang sei "schmutzig" verlaufen.

Lopez Obrador will Wahlen in Mexiko anfechten SN/apa (epa)
Wahlsieger Enrique Pena Nieto.

Die Partei Institutionalisierten Revolution (PRI) von Enrique Pena Nieto, der am Sonntag die meisten Stimmen erhalten hatte, habe Millionen Pesos ausgegeben, um Stimmen für ihre Kandidaten zu kaufen. Zudem hätten die Medien Pena Nieto und dessen PRI begünstigt, meinte Lopez Obrador. Pena Nieto siegte mit rund 38 Prozent der Stimmen.

"Wir haben mit klarem Vorsprung gewonnen", behauptete Lopez Obrador dagegen. "Wir können ein betrügerisches Ergebnis nicht anerkennen, niemand kann das hinnehmen." Der Kandidat eines Bündnisses aus drei linksorientierten Parteien - der Partei der Demokratischen Revolution, der Partei der Arbeit und der Bürgerbewegung - kündigte an, Klagen bei der Wahlbehörde IFE einzureichen.

Bereits vor sechs Jahren hatte der aus Tabasco stammende Politiker und ehemalige Bürgermeister von Mexiko-Stadt seine knappe Niederlage gegen den gegenwärtigen Präsidenten Felipe Calderón wegen angeblichen Wahlbetrugs nicht anerkannt. Er ließ seinerzeit das Zentrum der Hauptstadt monatelang von einem Zeltlager seiner Anhänger blockieren und löste damit eine schwere Krise aus.

Pena Nieto selbst zog unterdessen die Bildung einer parteiübergreifenden Regierung in Erwägung. "Ich bin daran interessiert, mit allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten", sagte er vor ausländischen Journalisten. Er wolle sich in seinem Land für die "Versöhnung" einsetzen und schließe deshalb nicht aus, in seine künftige Regierung auch Mitglieder anderer Parteien oder Unabhängige zu berufen. Mit Blick auf die umstrittene Vergangenheit seiner Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) versprach der 45-jährige Anwalt: "Es wird kein Zurück zur Vergangenheit geben."

Quelle: Apa/Ag.

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