Weltpolitik

Macheten-Angriff auf Polizistinnen in Belgien

Ein Mann hat in der belgischen Stadt Charleroi zwei Polizistinnen auf der Straße mit einer Machete angegriffen und verletzt. Der Angreifer habe bei der Tat am Samstag "Allahu Akbar" (arabisch: Gott ist groß) gerufen, teilte die belgische Polizei mit. Der Mann wurde von einem Polizisten niedergeschossen und starb später im Spital. Belgiens Regierung vermutet einen terroristischen Hintergrund.

Macheten-Angriff auf Polizistinnen in Belgien SN/APA (AFP/Belga)/FRED DUBOIS
Ein Polizeigebäude wird von Polizisten im belgischen Charleroi bewacht.

Belgien ist seit längerem im Visier islamistischer Terroristen. Auch der Macheten-Angriff in Charleroi hat nach Einschätzung der belgischen Regierung vermutlich einen terroristischen Hintergrund. Erste Anzeichen deuteten "sehr deutlich auf Terrorismus hin", sagte Ministerpräsident Charles Michel am Samstagabend in einem Telefonat mit dem TV-Sender RTL.

Ein Mann hatte die beiden Beamtinnen verletzt und dabei nach Polizeiangaben "Allahu Akbar" - Arabisch für "Gott ist groß" - gerufen. Ein Polizist schoss den Mann nieder. "Individuum getroffen, aber am Leben", schrieb die Polizei. Der Angreifer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb, wie die Polizei bestätigte. Über die Identität des Angreifers wurde bis zum Abend nichts mitgeteilt.

Eine der beiden Polizistinnen erlitt den Angaben zufolge schwere Verletzungen im Gesicht. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Lebensgefahr bestehe nicht. Die zweite Beamtin sei leichter verletzt worden.

Der Angriff habe sich vor dem lokalen Polizeihauptquartier ereignet. Direkt nach der Tat riegelte die Polizei die Straßen rund um den Anschlagsort ab. Charleroi hat etwa 200.000 Einwohner und liegt circa 50 Kilometer südlich von Brüssel.

In der Vergangenheit haben islamistische Terroristen von Belgien aus auch in Frankreich zugeschlagen. Einer der Attentäter der Anschlagsserie in Paris vom Jänner 2015 unter anderem auf das Magazin "Charlie Hebdo" hatte Verbindungen nach Charleroi.

Auch der getötete mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Attentate vom November 2015 mit 130 Todesopfern kam aus Belgien. Im März sprengten sich drei Selbstmordattentäter auf dem Flughafen von Brüssel und in einer Metrostation in die Luft und rissen 32 Menschen mit in den Tod.

Quelle: Apa/Ag,

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