Weltpolitik

Malische Armee erobert Stadt Boni von Extremisten zurück

Die malische Armee hat am Samstag die zentrale Stadt Moni zurückerobert, die kurzzeitig von mutmaßlichen Jihadisten gehalten worden war. In der Früh hätten malische Soldaten die Kontrolle über die Stadt wiedererlangt, verlautete aus Sicherheitskreisen und der UNO-Mission im Land. Aus Kreisen der Stadtverwaltung hieß es, die mutmaßlichen Jihadisten hätten bei ihrem Abzug einen Beamten verschleppt.

Die Extremisten hatten die Stadt in der Region Mopti am Freitag überfallen und in Richtung mehrerer Regierungsgebäude geschossen, sagte ein Vertreter der regionalen Regierung. Das Büro des Bürgermeisters der mehrere tausend Einwohner zählenden Stadt wurde niedergebrannt.

Ein Bewohner von Boni sagte, die Kämpfer hätten "Allahu Akbar" geschrien und das Haus des lokalen Polizeichefs sowie das Rathaus angezündet. "Sie haben viel in die Luft gefeuert", sagte er. Ein anderer Bewohner berichtete von mehreren Jihadistenflaggen in der Stadt.

Um wen es sich bei der bewaffneten Extremistengruppe handelte, blieb zunächst unklar. Der Norden des Landes war im Frühjahr 2012 in die Hände von Jihadistengruppen gefallen. Französische Streitkräfte starteten Anfang 2013 eine Offensive und drängten die Islamisten zurück. Die Sicherheitslage bleibt aber angespannt, zuletzt gab es auch im Zentrum und im Süden von Mali immer wieder Angriffe.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 14.11.2018 um 06:13 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/malische-armee-erobert-stadt-boni-von-extremisten-zurueck-1099915

Schlagzeilen