Weltpolitik

Massengräber im Westirak entdeckt

Irakische Soldaten haben im Westen des Landes zwei Massengräber mit Leichen von Sicherheitskräften und Zivilisten entdeckt. Ein Offizier sagte am Donnerstag, bei den in der Stadt Rutba gefundenen Toten handle es sich ersten Erkenntnissen zufolge um Hinrichtungsopfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat. Diese hatte im Jahr 2014 die Kontrolle über die Stadt übernommen.

Im Mai 2016 eroberten irakische Einheiten Rutba zurück. Der Bürgermeister der in der Provinz Anbar gelegenen Stadt sagte, die etwa 25 Leichen wiesen Schusswunden auf. Die genaue Zahl der Opfer sei ihm nicht bekannt, fügte Imad Meshaal hinzu. Das müssten Rechtsmediziner feststellen.

Die IS-Jihadisten hatten 2014 weite Teile des Irak erobert. In den vergangenen Monaten eroberten die irakische Armee und kurdische Einheiten viele Gebiete zurück. Mittlerweile ist Mosul die letzte große Stadt im Irak, die noch teilweise vom IS gehalten wird. Die im vergangenen Oktober gestartete Offensive der irakischen Armee auf die nördliche Metropole wird von der US-geführten Anti-IS-Koalition durch Luftangriffe unterstützt. Auch kurdische Peschmerga-Einheiten sind beteiligt.

Quelle: Apa/Ag.

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