Weltpolitik

Mehr als 20 Tote bei IS-Anschlägen im Nordirak

Bei mehreren Anschlägen der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Nordirak sind laut Armee mindestens 23 Menschen getötet worden. Insgesamt drei Autobomben seien auf einem Markt in Gogdshali östlich von Mosul detoniert, teilte die irakische Armee am Donnerstag mit. Dabei seien mindestens 15 Zivilisten und acht Polizisten getötet worden. Der IS bekannte sich zu den Selbstmordattentaten.

Zuvor waren bei einem Angriff in Mosul vier humanitäre Helfer und mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Ersten Angaben zufolge standen Einwohner Schlange, um Hilfsgüter zu erhalten, als sie durch Mörserfeuer angegriffen wurden, wie die UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, erklärte. Innerhalb von 48 Stunden seien bei zwei Angriffen zudem bis zu 40 Menschen verletzt worden.

Auf Hilfe wartende Menschen seien verletzlich und bräuchten Hilfe, erklärte Grande. "Sie müssen geschützt werden, nicht angegriffen." Das Töten von Zivilisten und Helfern verstoße gegen "jedes humanitäre Prinzip".

Am 17. Oktober hatten die irakischen Streitkräfte und kurdische Peshmerga-Kämpfer mit Unterstützung der von den USA angeführten internationalen Koalition eine Offensive zur Rückeroberung Mosuls begonnen. Mosul ist die letzte Stadt im Irak, die noch vom IS gehalten wird. Irakische Eliteeinheiten sind mittlerweile tief in den Osten von Mosul vorgedrungen. Angesichts der Großoffensive sind bereits mehr als 100.000 Menschen aus der Region geflohen.

Quelle: Apa/Ag.

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