Weltpolitik

Mehr als 55 Tote bei Angriff durch Viehdiebe im Südsudan

Bei einem Angriff von bewaffneten Viehdieben auf ein Dorf im Südsudan sind mindesten 55 Menschen getötet worden. Nach Darstellung der Behörden vom Montag hatten tausende Viehdiebe ein Dorf im östlichen Bundesstaat Boma überfallen und mindestens 20.000 Tiere davongetrieben.

Für den angeblich ethnisch motivierten Angriff sollen Mitglieder der Dinka-Volksgruppe aus dem benachbarten Bundesstaat Jonglei verantwortlich sein. Zwischen ihnen und den Viehhirten der Murle in Boma hat es seit Jahresbeginn bereits mehrfach Zusammenstöße gegeben.

Ende 2013 war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Der landesweite Konflikt zieht sich entlang ethnischer Linien: Kiir vertritt die Dinka-Volksgruppe, Machar die der Nuer. Der Bürgerkrieg forderte seither Zehntausende Menschenleben, Millionen sind auf der Flucht. Anfang Februar riefen die Vereinten Nationen in Teilen des Landes eine Hungersnot aus.

(Apa/Dpa)

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