Weltpolitik

Mehrere Tote bei Explosion nahe Moschee in Bagdad

Bei der Explosion eines Waffenlagers in einem Schiitenviertel in Bagdad sind am Mittwoch mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Im Viertel Sadr City sei ein Waffenlager explodiert. Die Sicherheitsbehörden hätten eine Ermittlungen zur Ursache eingeleitet, teilte das irakische Einsatzkommando mit. Sicherheits- und Rettungskräfte gaben an, die Explosion habe sich nahe einer Moschee ereignet.

Die Schiiten gedenken derzeit des Imams Ali, des Schwiegersohns des islamischen Propheten Mohammed. Es gebe sieben Todesopfer, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Rettungskräfte bestätigten die Angaben. Zu den explodierten Waffen zählten nach Angaben des Polizeibeamten schwere Waffen, darunter Mörsergranaten. Augenzeugen zufolge wurden mehrere Häuser weitgehend zerstört.

Sadr City ist eine Hochburg des Schiitenführers Moktada Al-Sadr. Laut offiziellen Ergebnissen war seine Allianz mit den Kommunisten bei der Parlamentswahl am 12. Mai überraschend stärkste Kraft geworden. Platz zwei belegte demnach die Eroberungsallianz, die von früheren Kämpfern aus paramilitärischen Einheiten gegründet wurde, die mehrheitlich vom Iran unterstützt wurden. Die Liste des amtierenden Regierungschefs Haider al-Abadi wurde den Angaben zufolge nur drittstärkste Kraft.

Der Irak befindet sich derzeit in einer Phase politischer Unsicherheit. Das scheidende Parlament in Bagdad entschied am Mittwoch, dass alle Stimmen der Parlamentswahl erneut per Hand ausgezählt werden müssen. Außerdem setzten die Abgeordneten die Arbeit der Hohen unabhängigen Wahlkommission aus und setzte ihre neun Mitglieder ab.

Quelle: Apa/Ag.

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