Weltpolitik

Mehrere Tote bei Konflikt im indischen Kaschmir

Bei einer Explosion im indischen Teil Kaschmirs sind fünf Zivilisten getötet worden. Zuvor waren an dem Ort bei einer Schießerei drei mutmaßliche Separatisten-Kämpfer getötet und zwei indische Sicherheitskräfte verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Dutzende wurden demnach durch die Explosion am Sonntag verletzt.

"Zivilisten besuchten den Ort kurz nach dem Einsatz, obwohl sie gebeten wurden, fernzubleiben, weil nach Sprengstoff gesucht wurde", teilte die Polizei des Bundesstaates Jammu und Kaschmir auf Twitter mit. Die Getöteten waren Teil einer größeren Gruppe Demonstranten, die sich in der Nähe versammelt hatten. Augenzeugen berichteten, die Polizei habe scharfe Munition und Tränengas eingesetzt, um die Demonstranten zur Auflösung der Proteste zu zwingen.

Im von Indien verwalteten Teil des Himalayatals kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Kämpfern sowie Demonstranten, die eine Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmirs vom mehrheitlich hinduistischen Indien wollen. Dabei kamen seit den späten 1980er Jahren mehr als 44.000 Menschen ums Leben.

Das UN-Menschenrechtsbüro prangerte im Juni Menschenrechtsverletzungen durch indische Sicherheitskräfte in Kaschmir an. Indien wirft Pakistan vor, die militanten und separatistischen Bewegungen zu unterstützen. Islamabad bestreitet das.

Quelle: Apa/Dpa

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