Weltpolitik

Mehrere Tote bei Raketenangriff auf Beerdigung in Syrien

Bei einem Raketenangriff des syrischen Regimes auf einen Friedhof sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 16 Teilnehmer einer Beerdigung getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, feuerte die Regierung sieben Raketen und weitere Geschoße auf den Friedhof in dem von Rebellen kontrollierten Bezirk Qaboun in der Nähe der Hauptstadt Damaskus.

Unter den Todesopfern seien zwei Frauen. Mehrere Menschen seien lebensgefährlich verletzt worden. Die Regierung hatte 2014 mit den Rebellen eine Waffenruhe für Qaboun vereinbart, aber die Gewalt nahm dort stetig zu. Inzwischen nehmen die Regierungstruppen das Gebiet regelmäßig unter Beschuss.

Bei Angriffen der Regierung auf das letzte von Rebellen gehaltene Viertel der Stadt Homs, Al-Waer, wurden nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle am Samstag drei Zivilisten getötet, darunter zwei junge Brüder. Homs galt zunächst als "Hauptstadt der Revolution", weil in der zentralsyrischen Stadt die Massenproteste gegen die syrische Regierung ihren Anfang nahmen. Doch nach zweijähriger Belagerung und Bombardierungen ergaben sich die Aufständischen in Homs im Jahr 2014.

Seit dem Beginn des Syrien-Konflikts im Frühjahr 2011 wurden mehr als 310.000 Menschen getötet. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien berichtet regelmäßig über die Kämpfe und deren Opfer. Die Angaben der Aktivisten, die aus einem Netzwerk von Informanten vor Ort stammen, können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Quelle: Apa/Ag.

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