Weltpolitik

Mehrere Tote nach Protesten gegen Brotpreis im Sudan

Im Sudan sind bei Protesten gegen höhere Brotpreise nach Angaben der Opposition mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Sie seien bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in den östlichen Provinzen Al-Gadarif und Atbara getötet worden, sagte am Freitag der Sprecher der Oppositionspartei Umma, Mohamed Zaki.

Die Regierung hatte erst am Mittwoch wegen der anhaltenden Proteste gegen die Erhöhung der Preise von Brot und Benzin in den beiden Provinzen den Notstand verhängt. Berichte, wonach der Zugang zu sozialen Medien, gekappt worden sei, konnten zunächst nicht bestätigt werden. Plattformen wie Twitter und WhatsApp können für die Organisation von Protesten wichtig sein.

Der Abgeordnete Mubarak al-Nur hatte am Donnerstag noch von zwei Toten gesprochen. Informationsminister Osman Mohammed Bilal erklärte, die Polizei habe Tränengas eingesetzt, Todesfälle könne er zunächst nicht bestätigen. Die Wirtschaft des ölreichen ostafrikanischen Staates befindet sich derzeit in einer Krise. Auch die Landeswährung, das sudanesische Pfund, hat zuletzt an Wert verloren.

Quelle: Apa/Dpa

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