Weltpolitik

Mehrere Zivilisten bei Bombardements in Syrien getötet

Bei Bombardements durch syrische Regierungstruppen sind im Nordwesten des Bürgerkriegslandes mehrere Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Mittwoch von sieben Todesopfern in dem von Rebellen kontrollierten Ort Ariha in der Provinz Idlib, darunter vier Kinder. Die Hilfsorganisation World Vision meldete acht Tote. Die Region um Idlib ist nach mehr als neun Jahren Bürgerkrieg die letzte große Rebellenhochburg.

"Wir sind jedes Mal erschüttert, wenn wir erfahren, dass noch mehr Kinder in diesem seit fast zehn Jahren andauernden Krieg ihr Leben verloren haben", erklärte der Leiter des Syrien-Einsatzes der Organisation, Johan Mooij. Unter den Toten seien auch zwei Mitarbeiter einer Partnerorganisation. Die Hilfsorganisation Save the Children teilte mit, auch eine von ihr unterstützte Schule sei unter Beschuss geraten.

Seit Anfang 2019 wurden mindestens 1,4 Millionen Menschen durch die Kämpfe in dem Gebiet vertrieben. Der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich im Frühjahr auf eine Waffenruhe für Idlib verständigt. Seitdem hat die Gewalt in der Region abgenommen. Bei russischen Luftangriffen in der vergangenen Woche kamen dennoch mindestens 78 Rebellen ums Leben, rund 100 weitere sind verletzt worden. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg den Präsidenten Bashar al-Assad, die Türkei dagegen Rebellen.

Quelle: Apa/Dpa

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