Weltpolitik

Merkel, Hollande und Putin sprachen über Ukraine-Gipfel

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef Francois Hollande einen möglichen Ukraine-Gipfel besprochen. Die drei seien sich einig gewesen über die "Notwendigkeit, dass ein solches Treffen konstruktiv und nützlich für die Beendigung der Krise in der Ukraine sein muss", teilte das französische Präsidialamt am Mittwoch mit.

Demnach könne das Vierer-Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko "sehr bald" in Berlin stattfinden, doch sei noch kein Datum vereinbart worden. In dem 50-minütigen Telefongespräch hätten Merkel, Putin und Hollande "gemeinsam daran gearbeitet, die Bedingungen für einen Gipfel im Normandie-Format" zu schaffen.

Die russische Regierung hatte am Dienstag von einem möglichen Treffen zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gesprochen, das am 19. Oktober in Berlin stattfinden könnte. Moskau hatte dies am Mittwoch wieder relativiert.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch, Berlin sei grundsätzlich zu einem solchen Treffen bereit. Das Zustandekommen hänge aber von dem Willen der Beteiligten ab, sich auf Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Abkommens zu verständigen. "Insofern kann ich Ihnen einen Termin heute nicht bekanntgeben", sagte Seibert, der aber "vorbereitende Gespräche" bestätigte.

Eine Annäherung wurde zuletzt durch Spannungen zwischen Frankreich und Russland wegen des Syrien-Konflikts erschwert. Grund ist der Streit um die russischen Luftangriffe auf die umkämpfte nordsyrische Großstadt Aleppo. Frankreich hatte diese als "Kriegsverbrechen" bezeichnet und internationale Ermittlungen gefordert. Danach sagte Putin am Dienstag einen geplanten Besuch zur Einweihung einer orthodoxen Kathedrale in Paris ab.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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