Weltpolitik

Merkel und Monti wollen Wachstum der EU fördern

Deutschland und Italien wollen laut der deutschen Kanzlerin Angela Merkel das Wirtschaftswachstum im europäischen Raum vorantreiben. Maßnahmen zur Förderung des Wachstums seien notwendig, betonte Merkel.

"Wenn die EU-Länder in der Krise stecken, wird auch Deutschland die Folgen dieser Situation zu spüren bekommen. Wir wollen gemeinsam die Schwierigkeiten überwinden, in denen wir uns befinden", Merkel lobte die Reformen für die Italien schon sehr wichtige Weichen gestellt habe.

"Ich habe Merkel die Entschlossenheit der italienischen Regierung beteuert, den Weg der Finanzdisziplin und der Sanierung fortzusetzen", sagte Monti, der die Kanzlerin am Mittwochnachmittag in der Villa Madama in Rom empfing. Die EU müsse zu einer verstärkten gemeinsamen wirtschaftspolitischen Linie gelangen. Nur auf diese Weise könne Europa die Wogen der Krise überwinden, sagte Monti.

Die Lasten für die öffentlichen Haushalte sollten durch weitere Sparmaßnahmen weiter abgebaut werden. Unter anderem verwies Monti auf weitere Arbeitsmarktreformen und Steuererhöhungen. Italien befinde sich nicht in einer Lage wie Griechenland, allerdings sei das Land von den hohen Zinssätzen belastet.

Das Treffen der beiden Regierungschefs steht unter dem Eindruck des Brüsseler Krisengipfels der vergangenen Woche, bei dem Monti wesentliche Interessen Italiens gegen deutsche Widerstände durchgesetzt hatte. Verstimmungen mit der Kanzlerin nach dem EU-Gipfel schloss Monti entschieden aus.

Quelle: Apa/Dpa

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