Weltpolitik

Mexikanischer Außenminister glaubt nicht an Grenzschließung

Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard glaubt ungeachtet der Drohungen von Präsident Donald Trump nicht daran, dass die USA die Grenze zu Mexiko schließen werden. "Uns haben sie gesagt, dass das nicht passieren wird, und wir gehen davon aus, dass es nicht passiert. Ich glaube ihnen", sagte Ebrard auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Mexiko-Stadt.

US-Präsident Trump drohte mit Schließung der Grenzen zu Mexiko SN/APA (AFP)/GUILLERMO ARIAS
US-Präsident Trump drohte mit Schließung der Grenzen zu Mexiko

Er berief sich dabei auf zuvor geführte Gespräche mit US-Vertretern. Mexiko sei zwar auf jedes Szenario vorbereitet, sagte Ebrard, aber die USA hätten "nicht die Absicht", die Grenze zu schließen.

Trump hatte am Dienstag erneut mit der Schließung der Grenze zu Mexiko gedroht und den US-Kongress zu einer umgehenden Reform des Migrationsgesetzes aufgefordert. Sollte der Kongress keine Vereinbarung zustande bringen, werde er die Grenze schließen lassen. Bereits in der Vorwoche hatte Trump angedroht, die Grenze dicht zu machen, wenn die mexikanische Regierung nicht stärker gegen illegale Einwanderer vor allem aus Guatemala, Honduras und El Salvador vorgehe, die versuchten, über Mexiko in die USA zu kommen.

Die 3.200 Kilometer lange Grenze zwischen den USA und Mexiko ist eine der am stärksten frequentierten der Welt. Eine Schließung würde schwere wirtschaftliche Konsequenzen für beide Länder bedeuten.

Quelle: Apa/Dpa

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