Weltpolitik

Mexiko schließt Finanzierung der US-Grenzmauer aus

Mexiko will mit der neuen US-Regierung von Donald Trump einen konstruktiven Dialog führen. Eine finanzielle Beteiligung am Bau der geplanten Grenzmauer schließt das Land allerdings aus.

Luis Videgaray will mit den USA zusammenarbeiten.  SN/APA (AFP)/BRENDAN SMIALOWSKI
Luis Videgaray will mit den USA zusammenarbeiten.

"Unsere Botschaft an die Außenminister vieler befreundeter Staaten hier auf dem G-20-Gipfel ist: Mexiko und die USA arbeiten zusammen", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray am Freitag in Bonn. "Unsere beiden Präsidenten haben sich auf einen konstruktiven Dialog verständigt."

Die Beziehung zwischen den Nachbarn ist seit Trumps Amtsantritt äußerst angespannt. Der US-Präsident will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen lassen, um illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu stoppen. Wegen des Streits um die Finanzierung des Megaprojekts war ein geplantes Treffen Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto geplatzt.

"Es gibt Themen, bei denen Mexiko nicht einen Millimeter zurückweichen wird. Bei anderen Themen sind wir zum Dialog bereit", sagte Videgaray. In der kommenden Woche will er sich mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson treffen. Das Verhältnis zwischen Mexiko und den USA sei komplex, sagte Videgaray. Es sei unwahrscheinlich, dass die Differenzen kurzfristig ausgeräumt werden könnten.

Quelle: Apa/Dpa

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