Weltpolitik

Mexikos neuer Präsident spart auch bei seiner Sicherheit

Andrés Manuel López Obrador kürzt nicht nur Beamtengehälter, er verzichtet auch auf den Schutz durch die Präsidentengarde.

Schon als Bürgermeister von Mexiko-Stadt traf Andrés Manuel López Obrador außergewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen. SN/APA/AFP/RONALDO SCHEMIDT
Schon als Bürgermeister von Mexiko-Stadt traf Andrés Manuel López Obrador außergewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen.

Politiker in Mexiko zu sein gleicht russischem Roulette. Im vergangenen Wahlkampf wurden mehr als hundert Kandidaten, Bürgermeister und Parteifunktionäre getötet - meist vom organisierten Verbrechen. Es ist im zweitgrößten Land Lateinamerikas ein ungeschriebenes Gesetz, dass Politik und Gewalt zusammengehören. Das ist übrigens schon lange so. Bereits vor Jahrzehnten war der "Magnicidio", der Mord an einer Führungsfigur, strategisches Mittel. 1994 wurde Präsidentschaftskandidat Luis Donaldo Colosio bei einem Wahlkampfauftritt in Tijuana erschossen. Vermutlich wurde das Mordkomplott aus seiner eigenen Partei PRI orchestriert.

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