Weltpolitik

Mindestens 15 Tote im Südsudan bei Kämpfen um Weideland

Im Südsudan sind bei Kämpfen um Weideland nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Bei den Zusammenstößen im Bundesstaat Western Lakes im Zentrum des Landes seien weitere neun Menschen verletzt worden, sagte am Freitag der Informationsminister des Bundesstaates, Majak Malou.

Bewaffnete Mitglieder von zwei Hirtenvölkern hätten am Donnerstagabend Menschen einer weiteren Volksgruppe östlich des Ortes Rumbek angegriffen und Dutzende Kühe gestohlen, sagte er. Die meisten Menschen im Südsudan sind entweder Viehhirten oder Kleinbauern. Gewaltsame Viehdiebstähle und Kämpfe um Land sind dort nicht ungewöhnlich. Oft kommt es zu Zusammenstößen zwischen verfeindeten Volksgruppen. Nach Jahrzehnten der Konflikte sind in dem ostafrikanischen Land viele Hirten und Bauern schwer bewaffnet.

Der Südsudan erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan, doch nur zwei Jahre später brach ein Bürgerkrieg aus. Seitdem sind Zehntausende Menschen getötet worden und nach UNO-Angaben mehr als vier Millionen Menschen - etwa ein Drittel der Bevölkerung - geflohen. Im vergangenen Jahr hatten die Widersacher in dem Bürgerkrieg einen Friedensvertrag unterzeichnet - allerdings muss sich noch zeigen, ob dieser hält.

Quelle: Apa/Dpa

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