Weltpolitik

Mindestens 17 Tote bei Kämpfen um Weideland im Südsudan

Bei Kämpfen um Weideland im Krisenstaat Südsudan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Die Opfer seien vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen gewesen, sagte Andrew Nyibang, ein Abgeordneter im Bundesstaat Wau.

Die Kämpfe seien am Montagabend nahe des Ortes Wau im Nordwesten des Landes zwischen nomadischen Völkern, die vor allem Viehzucht betreiben, und Bauern ausgebrochen. Sie dauerten auch am Dienstag an.

Im Südsudan und anderen Ländern Afrikas kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen nomadischen Völkern und sesshaften Bauerngemeinden. Dabei geht es meist um Land. Experten zufolge trägt der Klimawandel dazu bei, dass Nomadenvölkern immer weniger Weideland zur Verfügung steht und sie so mit Bauern in Konflikt kommen.

Im Südsudan kommt hinzu, dass nach jahrzehntelangen Konflikten viele Menschen bewaffnet sind. 2013 war ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem Zehntausende Menschen umkamen. Im vergangenen Jahr unterschrieben die Widersacher ein Friedensabkommen.

Quelle: Apa/Dpa

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