Weltpolitik

Mindestens 20 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Die radikalislamischen Taliban haben bei Angriffen in zwei Provinzen Afghanistans mindestens 20 Sicherheitskräfte getötet. Die Vorfälle ereigneten sich in der Westprovinz Farah und der Nordprovinz Farjab, wie es am Freitag aus Regierungskreisen hieß.

In Farah seien beim Angriff eines Kontrollpostens neun Polizisten ums Leben gekommen, sagte Dadullah Kaneh, ein Mitglied des lokalen Provinzrats. Sechs weitere Polizisten seien gefangen genommen worden.

In Farjab griffen Taliban einen Verstärkungskonvoi an. Dabei starben nach Angaben von Provinzratsmitglied Samiullah Khair Kha zehn Soldaten. Fünf weitere Soldaten wurden demnach verletzt sowie zwei als Geiseln genommen. Ein Mitarbeiter des afghanischen Geheimdienstes NDS kam bei einem separaten Angriff in Farjab ums Leben, wie Provinzratsmitglied Mohammed Arif sagte.

Derzeit reden die USA mit den Taliban, ob Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung möglich sind. Die Taliban warnten zuletzt, sie würden die Verhandlungen einstellen, weil der US-Gesandte für Afghanistan Zalmai Khalilzad vom Abzug der US-Truppen aus dem Land Abstand nehmen wolle. Experten gehen davon aus, dass ein übereilter Rückzug der US-Truppe dem Kampf des afghanischen Militärs gegen die Aufständischen schaden würde.

Quelle: Apa/Dpa

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