Weltpolitik

Mindestens 28 Tote bei Luftangriff in Syrien

Bei einem Luftangriff auf eine der letzten Bastionen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Zivilisten getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mitteilte, traf der Luftangriff am Donnerstagabend eine "Versammlung von Zivilisten" nahe der Ortschaft Sussa in der östlichen Provinz Deir Essor.

Unklar sei noch, ob der Luftangriff von den irakischen Streitkräften oder von der internationalen Anti-IS-Koalition geflogen wurde, erklärte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Angaben von Informanten in Syrien. Die Angaben können kaum unabhängig überprüft werden.

Auch die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete über den Luftangriff. Ihrem Bericht zufolge wurden dabei rund 30 Zivilisten getötet. Sana machte die Anti-IS-Koalition für den Angriff verantwortlich.

Die IS-Miliz, die 2014 weite Teile des Irak und Syriens überrannt hatte, kontrolliert nur noch wenige Gebiete in Syrien. Sowohl die von Russland unterstützten syrischen Regierungstruppen als auch die internationale Anti-IS-Koalition gehen in der ölreichen Provinz Deir Essor gegen die letzten IS-Kämpfer militärisch vor. Zuletzt hatten auch irakische Kampfflugzeuge wiederholt IS-Stellungen im Grenzgebiet angegriffen.

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