Weltpolitik

Mindestens 30 Tote bei Clan-Miliz-Kämpfen in Somalia

Bei Kämpfen zwischen Clan-Milizen in Somalia sind nach Angaben eines hochrangigen Militärs mindestens 30 Menschen getötet worden. Somalische Soldaten seien in die Nähe des Ortes Adale nördlich von Mogadischu entsandt worden, um die Gruppen zu befrieden, sagte Mohamed Mohamud Saney am Montag. Die Lage in der Region im Zentrum von Somalia sei weiterhin angespannt.

Die Kämpfe begannen demnach am Sonntag zwischen Milizen zweier Untergruppen eines Clans. Dabei ging es vor allem um den Besitz von Land, wie Alasow Abdi, ein Ältester der örtlichen Gemeinde, sagte. Die Feindseligkeiten zwischen den Gruppen herrschten bereits seit mehreren Jahren. Etliche Versuche von örtlichen Beamten und Ältesten, diese zu beenden, seien bisher ohne Erfolg geblieben, sagte Abdi.

In dem Staat am Horn von Afrika gibt es mehrere Clans und Sub-Clans. Diese Aufteilungen sind tief in der Gesellschaft verankert. Viele der Clans sind Hirtenvölker und meist kommt es zu Konflikten um Ressourcen wie Weideland oder Wasser. Die nationale Regierung in Mogadischu hat oft weder die Mittel noch die Autorität, um einzugreifen.

Quelle: Apa/Dpa

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