Weltpolitik

Mindestens elf Tote bei Gewalt im Norden von Myanmar

Bei wieder aufgeflammten Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und bewaffneten Aufständischen im Norden von Myanmar sind in den vergangenen Tagen mindestens elf Menschen getötet worden. Wie die staatliche Zeitung "Global New Light of Myanmar" am Donnerstag berichtete, wurden die Leichen von neun Polizisten gefunden, die Anfang Dezember von Rebellen getötet worden sein sollen.

Mindestens elf Tote bei Gewalt im Norden von Myanmar SN/apa
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Auch zwei Zivilisten seien getötet worden. Tausende Menschen flohen den Angaben zufolge aus ihren Häusern im nördlichen Staat Shan, nachdem dort Ende November die Kämpfe wieder aufgeflammt waren. Viele von ihnen flüchteten nach China. Peking wiederum befürchtet ein Übergreifen der Gewalt auf das eigene Territorium und versetzte die Armee in Alarmbereitschaft. Insgesamt wurden nach Angaben der Staatsmedien seit dem jüngsten Wiederaufflammen der Gewalt mindestens 30 Soldaten, Polizisten, Mitglieder regierungstreuer Milizen und Zivilisten getötet.

Seit einer Offensive des Militärs von Myanmar im Jahr 2009 war es in der Region sechs Jahre lang weitgehend ruhig geblieben. Die neuen Kämpfe untergraben nun das Versprechen der Regierung unter Außenministerin und Präsidialamtsleiterin Aung San Suu Kyi, eine landesweite Waffenruhe mit allen bewaffneten Minderheiten zu bewerkstelligen. Die Rebellen kämpfen für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit.

Quelle: Apa/Ag.

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