Weltpolitik

Mindestens fünf Tote bei Selbstmordanschlag im Jemen

Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Militärstützpunkt im Jemen sind am Freitag mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie Vertreter der Sicherheitsbehörden mitteilten, wurden mindestens drei weitere Menschen verletzt, als der Attentäter vor dem Eingang zum Camp Najda in Sinjibar ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in die Luft jagte.

Anschließend versuchten mehrere weitere Angreifer, in den Stützpunkt in der Provinz Abyan einzudringen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen deutet das Vorgehen jedoch auf einen Anschlag der Extremistengruppe Al-Kaida hin.

Im Jemen kämpfen die Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi gegen schiitische Houthi-Rebellen und andere Milizen, die dem ehemaligen Staatschef Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen. Seitdem wurden nach UN-Angaben mehr als 7400 Menschen getötet.

Gruppen wie Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqpa) und die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht vor allem im Süden und Südosten des Landes auszuweiten. Sie verüben immer wieder Anschläge auf Soldaten und andere militärische Ziele.

Quelle: Apa/Ag.

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