Weltpolitik

Mindestens sechs Sicherheitskräfte in Pakistan getötet

Bei einem Angriff auf einen Kontrollposten in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan sind mindestens sechs Sicherheitskräfte getötet worden. Das bestätigte ein Vertreter der Polizei der Provinzhauptstadt Quetta, Naseem Shah. Demnach feuerten die Angreifer in der Nacht auf Mittwoch mit Gewehren auf die paramilitärischen Truppen.

Alle Sicherheitskräfte an dem Kontrollposten im Bezirk Loralai seien getötet worden. Die pakistanische Dachorganisation der radikalislamischen Taliban, Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), erklärte, der Angriff sei ein Racheakt der TTP für die Tötung von Taliban an diesem Kontrollposten. Erst im Jänner hatte sich die Gruppe zu Überfällen auf eine Polizei- und eine Militärausbildungsstätte im gleichen Bezirk bekannt. Dabei wurden mindestens 12 Menschen getötet.

Baluchistan grenzt an Afghanistan und den Iran und gilt als Unruheprovinz Pakistans. Taliban sind dort aktiv, sunnitische Extremisten verüben Anschläge auf schiitische Muslime. Zudem attackieren Rebellen, die für eine Autonomie oder Unabhängigkeit der Provinz kämpfen, Sicherheitskräfte und auch chinesische Infrastrukturprojekte. China investiert im Rahmen des Seidenstraßen-Projekts im sogenannten Wirtschaftskorridor China-Pakistan 62 Milliarden Dollar (54,59 Mrd. Euro) in das Energie- und Verkehrswesen Pakistans.

Quelle: Apa/Dpa

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