Weltpolitik

Mindestens zwei Tote bei US-Drohnenangriff in Pakistan

Die USA intensivieren offenbar ihre neue Welle von Drohnenangriffen auf Ziele in Pakistan. Bei zwei Angriffen im Kurram-Bezirk nahe der afghanischen Grenze seien mindestens zwei Menschen getötet worden, sagte eine Quelle aus Sicherheitskreisen am Mittwoch. Die Identität der Opfer sei noch unklar.

Mit der Drohnenkampagne versuchen die USA nach Ansicht von Sicherheitsanalysten, Mitglieder der afghanischen Taliban und des afghanischen Haqqani-Terrornetzwerks auf pakistanischem Boden in Eigeninitiative auszuschalten. Die USA werfen Pakistan vor, die in Afghanistan zunehmend erfolgreichen Islamisten unter anderem mit sicheren Häfen in Pakistan zu unterstützen und so die Aufbaubemühungen in Afghanistan zu hintertreiben. Im Jänner hatten die USA deswegen alle Militärhilfen für Pakistan - mehr als eine Milliarde Dollar - vorläufig gestrichen.

Zuletzt hatten Drohnen in der gleichen Gegend im Dezember zwei Männer getötet, darunter einen Haqqani-Kommandanten. Ende November hatten Drohnen ebenfalls in Kurram bis zu drei Haqqanis getötet. Im Oktober waren bei einer ganzen Serie von Raketenbeschüssen auf beiden Seiten der Grenze binnen weniger Tage vermutlich Dutzende Menschen gestorben. Davor gab es Drohnenangriffe im September, Juni und März.

Die Angriffswelle könnte nach jahrelanger Ruhe den Beginn eines neuen Drohnenkrieges bedeuten. Bis 2012 hatten die USA in Pakistan Hunderte Angriffe auf Extremisten geflogen.

Quelle: Apa/Dpa

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