Weltpolitik

Mindestens zwölf Tote bei Anschlag auf Flüchtlinge in Mosul

Mindestens zwölf Menschen sind bei einem Anschlag auf fliehende Bewohner der umkämpften irakischen Großstadt Mosul getötet worden. 20 Personen wurden nach Militärangaben am Freitag verletzt, als sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Gruppe flüchtender Zivilisten in die Luft sprengte. Das Attentat ereignete sich im Viertel Mashahda in der Altstadt Mosuls.

Die Altstadt wird als letzter Teil von Mosul noch von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gehalten. Die irakische Armee rückt täglich weiter in die Altstadt vor. Zwar sind tausende Zivilisten aus den umkämpften Vierteln geflohen, doch bleiben weiter 100.000 Menschen im dichtbesiedelten Stadtzentrum gefangen.

Die Sicherheitskräfte fürchten, dass IS-Kämpfer mit den Bewohnern die belagerte Altstadt zu verlassen versuchen. Zudem werfen sie ihnen vor, die Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen.

Trotz des erbitterten Widerstands der Extremistengruppe scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Viertel an die Armee fallen. Am Donnerstag sprengten die Jihadisten die Al-Nuri-Moschee, in der der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi im Juli 2014 ein "Kalifat" in Teilen Syriens und des Irak ausgerufen hatte. Die Armee wertete die Sprengung der Moschee als Eingeständnis der Niederlage der Jihadisten.

Quelle: Apa/Ag.

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