Weltpolitik

Missbrauchsopfer im Kosovo-Krieg sollen registriert werden

Sexuelle Missbrauchsopfer während des Kosovo-Krieges (1998-99) sind laut dem Internetportal BalkanInsight nun von den Behörden aufgefordert worden, sich bei einem dafür zuständigen Regierungskomitee registrieren zu lassen. Dies soll ihnen auch eine finanzielle Entschädigung von bis zu 220 Euro monatlich sichern, berichtete das Internetportal. Die Anmeldefrist läuft demnach ab 5. Februar.

Die frühere Präsidentin Kosovos Atifete Jahjaga (2011-2016) war die erste Politikerin, die sich mit dem Problem der Vergewaltigungsopfer während des Kosovo-Krieges und ihrer Stigmatisierung in der Gesellschaft befasste. Einigen früheren Schätzungen von nicht-staatlichen Organisationen zufolge dürfte es sich um etwa 15.000 Frauen, bestehend aus Albanerinnen, Serbinnen und Roma, handeln.

Das frühere UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien war das erste internationale Gericht, das Vergewaltigung als Kriegsverbrechen behandelte.

Quelle: APA

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