Weltpolitik

Moskau kann Syrien-Waffenruhe vorerst "nicht bestätigten"

Rätselraten herrscht um eine angebliche Waffenruhe in Syrien. Meldungen aus der Türkei, wonach man sich mit Russland auf eine Kampfpause ab Mitternacht geeinigt hätte, wollte Moskau nicht bestätigen. "Ich habe darüber nicht genügend Informationen" sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu sprach von "Vorbereitungen" für eine Feuerpause.

Russland, Türkei und Iran ziehen an einem Strang.  SN/APA (AFP)/NATALIA KOLESNIKOVA
Russland, Türkei und Iran ziehen an einem Strang.

In der Früh hatte die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, die Waffenruhe soll um Mitternacht Ortszeit in Kraft treten. Ausgenommen seien "Terrorgruppen". Das Papier soll nun den Konfliktparteien des Bürgerkriegslandes unterbreitet werden, hieß es.

Im Jänner wollen Russland und die Türkei im kasachischen Astana zwischen Vertretern der syrischen Opposition und der syrischen Regierung vermitteln. Die Türkei unterstützt die Opposition, Russland dagegen die Regierung von Bashar al-Assad.

"Wir stehen ständig im Kontakt mit unseren türkischen Kollegen, um verschiedene Details über die möglichen, in Anstana geplanten Gespräche zu diskutieren", sagte Peskow. Man arbeite weiter an einer politischen Lösung für Syrien.

Die Außenminister der Türkei, Russlands und des Iran hatten einander in der vergangenen Woche in Moskau getroffen. Anschließend erklärten sei, ihre Länder stünden als Garantiemächte für ein Friedensabkommen zwischen syrischer Regierung und Opposition bereit.

Quelle: Apa/Dpa

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