Weltpolitik

Moskau machte auf Twitter Stimmung für den Brexit

Von russischen Twitter-Accounts wurden während des Brexit-Referendums Zehntausende Nachrichten verbreitet. Sie sollten die Spannungen im Land steigern, denken britische Politiker.

Ein Demonstrant hielt dieses bei einer Protestveranstaltung gegen den Brexit in London hoch. Russland soll vor dem Referendum Stimmung gemacht haben.  SN/AFP
Ein Demonstrant hielt dieses bei einer Protestveranstaltung gegen den Brexit in London hoch. Russland soll vor dem Referendum Stimmung gemacht haben.

An dem Tag, an dem Millionen Briten über die Zukunft des Königreichs abstimmten, tauchten plötzlich massenhaft Nachrichten von unbekannten Nutzern via Twitter auf. Die meisten warben für den Brexit, stammten aber keineswegs von Landsleuten auf der Insel.

Es wurde bereits vermutet, war aber bislang nur schwierig zu bewiesen: Die Europa-Skeptiker hatten Schützenhilfe aus Russland bekommen. Laut einer noch nicht veröffentlichten Studie von Datenwissenschaftern der Swansea-Universität und der University of California, Berkeley, wurden allein am Tag des Referendums und jenem danach, also innerhalb von 48 Stunden, fast 45.000 Nachrichten von russischen Twitter-Konten abgesetzt. Angeblich war es ein Versuch, Zwietracht zu säen, wie die britische Zeitung "The Times" schreibt.

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