Weltpolitik

München - Sobotka: "Man kann sich ganz schwer schützen"

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat versichert, dass die österreichische Polizei nach dem Terroranschlag von München alle möglichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat. Man müsse aber "gewärtig sein, dass es auch bei uns passieren kann", sagte Sobotka in der Nacht auf Samstag in der "ZiB24". "Gegen solche Terroristen oder Kriminelle kann man sich ganz schwer schützen."

"Das, was nach dieser Lage notwendig ist und getan werden kann, das hat Österreich getan", so Sobotka, der sich aus der Einsatzzentrale im Innenministerium meldete. Er hatte nach den Geschehnissen in München seinen Urlaub unterbrochen.

Sobotka berichtete, dass insgesamt 42 Cobra-Spezialpolizisten aus Linz und Salzburg per Hubschrauber nach München gebracht worden seien. Sie "helfen dort mit, diese Lage unter Kontrolle zu bringen". Österreich habe auch einen Verbindungsbeamten im Einsatzstab des bayerischen Innenministeriums, der für eine rasche Übermittlung von Informationen sorge. Es gebe derzeit "keine gesicherten Informationen, wer die Täter sind", sagte Sobotka.

Österreich habe "den Grenzschutz hochgefahren" und an den Grenzen auch Polizisten im Einsatz, "die eine mögliche Ausbreitung verhindern können". Die Kontrollen würden verstärkt, alle Cobra-Kräfte im Land seien in Alarmbereitschaft, sagte der ÖVP-Politiker.

Quelle: APA

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