Weltpolitik

Mutmaßlicher Top-Terrorist in Mali festgenommen

Spezialeinheiten haben in Mali einen mutmaßlichen Anführer der islamistischen Terrororganisation Ansar Dine festgenommen. Mahmoud Barry, auch bekannt als Abou Yehiya, soll unter anderem für einen Anschlag auf das malische Militär in der vergangenen Woche verantwortlich gewesen sein, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch sagte.

Bei dem Anschlag in der Nähe von Nampala waren 17 Soldaten ums Leben gekommen, 35 weitere wurden teils schwer verletzt.

Im Norden des Sahara-Staates Mali sind mehrere islamistische Terrorgruppen aktiv, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen sollen. 2012 hatten radikale Islamisten teilweise die Kontrolle über den Norden Malis übernommen.

Inzwischen bemühen sich die Vereinten Nationen um eine Stabilisierung der Lage. Im Rahmen der UN-Mission sind unter anderem auch 300 Soldaten der deutschen Bundeswehr in der nördlichen Stadt Gao stationiert. In Mali sind auch österreichische Soldaten im Einsatz. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM bilden 14 Soldaten einheimische Kollegen aus. Seit heuer sind auch (derzeit sechs) Bundesheer-Soldaten auch als Blauhelme im Rahmen der UNO-Mission MINUSMA aktiv.

Mali war nach einem Armeeputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Jänner 2013 militärisch ein, um das Vorrücken islamistischer Milizen in den Süden des Landes, wo auch die Hauptstadt Bamako liegt, zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die UNO-Truppe MINUSMA.

Quelle: Apa/Dpa

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