Weltpolitik

Nach Angriff in Ruanda: Polizei tötete 19 mutmaßliche Täter

Nach einem Angriff auf ein Dorf in der Nähe eines Nationalparks im ostafrikanischen Ruanda hat die Polizei nach eigenen Angaben 19 mutmaßliche Angreifer getötet. Zudem seien fünf Verdächtige festgenommen worden, teilte Polizeisprecher John Bosco Kabera am Sonntag mit. Unbekannte hatten Freitagnacht das Dorf Kinigi in der Nähe des Vulkan-Nationalparks angegriffen.

Dabei wurden 14 Menschen getötet, zuvor war die Rede von acht Todesopfern gewesen. Zudem wurden etliche Menschen verletzt. Zunächst war unklar, ob unter den Opfern Touristen waren. Auch wer hinter der Attacke steckte, sagte die Polizei nicht.

Ruanda ist weitgehend friedlich, allerdings liegt der Park nahe der Grenze zum Ost-Kongo. Dort sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, darunter die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR). Diese Miliz wurde im Kongo von Hutus gegründet, die nach dem Völkermord in Ruanda 1994 in das Nachbarland geflüchtet waren. Damals töteten Vertreter der Hutu-Mehrheit rund 800.000 Tutsis und gemäßigte Hutus.

Wie die ruandische Entwicklungsbehörde (RDB) sagte, sind und waren alle Besucher des Vulkan-Nationalparks weiterhin sicher. Der Park ist vor allem bekannt für seine Berggorillas, die nur hier und in den Nachbarländern Kongo und Uganda leben.

Quelle: Apa/Dpa

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