Weltpolitik

NATO-Russland-Rat endet ohne greifbare Ergebnisse

Das erste Treffen von Vertretern der NATO und Russlands seit mehr als fünf Monaten hat keine greifbaren Ergebnisse gebracht. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg beschrieb die Diskussion am Montag zwar als offen und umfassend. Gleichzeitig betonte er, dass sich beide Seiten in zentralen Fragen weiter nicht einig seien. "Die Alliierten und Russland vertreten unterschiedliche Ansichten."

NATO-Generalsekretär Stoltenberg.  SN/APA/AFP/THIERRY CHARLIER
NATO-Generalsekretär Stoltenberg.

Thema bei den dreieinhalbstündigen Gesprächen in der NATO-Zentrale in Brüssel waren unter anderem der Ukrainekonflikt sowie Initiativen für mehr Transparenz und Risikoreduzierung bei Militärmanövern. Moskau kritisierte erneut die Aufrüstungsbeschlüsse des Militärbündnisses, die eine Verlegung mehrerer Tausend Soldaten in das östliche NATO-Gebiet vorsehen.

Die NATO erklärt sie hingegen als angemessene Reaktion auf die Ukraine-Krise und die Angst östlicher Mitgliedsländer vor einem russischen Angriff. Vor allem Litauen, Lettland, Estland und Polen fühlen sich bedroht, seit sich Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hat und damit begann, prorussische Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen.

Quelle: Apa/Dpa

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