Weltpolitik

NATO-Soldaten brachen nach Litauen auf

Die NATO rüstet im Baltikum auf. Zur militärischen Abschreckung Russlands ziehen die ersten Truppen nach Litauen. 500 Soldaten wurden am Donnerstag im bayerischen Oberviechtach mit einem feierlichen Appell verabschiedet - 450 von der deutschen Bundeswehr, 50 aus Belgien und den Niederlanden. Die Panzergrenadiere werden in den nächsten Wochen in die frühere Sowjetrepublik verlegt.

Verabschiedung der Soldaten nach Litauen.  SN/APA (dpa)/Matthias Balk
Verabschiedung der Soldaten nach Litauen.

Damit soll Russland militärisch abgeschreckt werden. Im Auftrag der NATO sollen bis Ende Februar neben den Soldaten auch 26 Panzer und 170 weitere militärische Fahrzeuge nur 100 Kilometer entfernt von der russischen Exklave Kaliningrad, dem Gebiet um das einstige Königsberg, stationiert werden.

Die NATO hatte bei ihrem Gipfel im Sommer die Entsendung von je etwa 1000 Soldaten nach Polen, Lettland, Estland und Litauen beschlossen. Denn die östlichen Bündnispartner fühlen sich seit Beginn des Ukraine-Konflikts massiv von Russland bedroht.

Deutschland wird den Truppenverband in der ehemaligen Sowjetrepublik Litauen anführen. Dazu gehören auch Soldaten aus Belgien, den Niederlanden und Norwegen. Die Panzer sollen mit der Bahn durch Polen nach Litauen gebracht werden.

Hochrangige Militärs in der NATO rechnen damit, dass Moskau auf die Truppenverlegung reagieren wird. Möglich ist aus ihrer Sicht, dass die Streitkräfte "Iskander"-Mittelstreckenraketen in Kalingrad einsatzbereit melden werden. Die Geschoße können jedes Ziel und Polen treffen und selbst Berlin erreichen. Die Militärs gehen aber davon aus, dass sie längst einsatzbereit sind.

Quelle: Apa/Dpa

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