Weltpolitik

Neue Artilleriegefechte in der Ostukraine

Die schweren Gefechte zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten in der Ostukraine gehen in die zweite Woche. Das Militär in Kiew berichtete am Montag von Artilleriebeschuss im Donbass. Sechs Soldaten seien verletzt worden, teilte Militärsprecher Alexander Motusjanik mit. Die Separatisten in der Großstadt Donezk meldeten ihrerseits zwei getötete Kämpfer.

In Donezk ist die Lage für die Bevölkerung schwierig.  SN/APA (AFP)/ALEKSEY FILIPPOV
In Donezk ist die Lage für die Bevölkerung schwierig.

Die Aufständischen hätten zudem schwere Artillerie bei der Hafenstadt Mariupol eingesetzt, betonte Motusjanik. In der Industriestadt Awdijiwka nördlich von Donezk wurde demnach die Stromversorgung nach mehreren Tagen wieder hergestellt. Die Bewohner mussten dort wegen Schäden durch die Gefechte ohne Strom, Wasser und Heizung ausharren. Die humanitäre Lage in der Stadt hatte international Besorgnis ausgelöst.

Im Konflikt zwischen Kiew und den von Moskau gestützten Separatisten wurden nach UN-Angaben seit 2014 etwa 10.000 Menschen getötet. Eine 2015 mit deutscher Hilfe vermittelte Waffenruhe wird immer wieder gebrochen. Die Umsetzung eines Friedensplanes stockt seit Monaten.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der derzeit amtierender OSZE-Vorsitzender ist, sprach sich für einen Ausbau der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine angesichts der gespannten Lage dort aus. "Wir stellen uns vor, die Zahl der Beobachter über 1.000 schrittweise zu steigern", sagte Kurz am Montag nach einem EU-Außenministerrat in Brüssel.

Quelle: Apa/Dpa

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