Weltpolitik

Neue US-Regierung plant höheres Budget für Kampf gegen IS

Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump will wie angekündigt die Militärausgaben erhöhen. Verteidigungsminister James Mattis ordnete Vorbereitungen für ein größeres Budget noch im laufenden Jahr an, teilte das Pentagon am Mittwoch mit. Demnach sollen die Mehrausgaben vor allem in den Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) fließen.

Militärausgaben werden steigen.  SN/APA (AFP)/Patrick Smith
Militärausgaben werden steigen.

Dort sollen sie helfen "akute Mängel bei der Kampffähigkeit" beseitigen. Ferner ordnete Mattis an, dass für das kommende Jahr der Investitionsbedarf zur Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit ermittelt werde. Dabei geht es der Mitteilung zufolge um die Beschaffung wichtiger Munition, um Investitionen in "vielversprechende" Waffentechnik und um mehr Personal für die Streitkräfte.

Trump hatte in seinem Wahlkampf versprochen, die US-Armee "wieder aufzubauen". Die Führung der US-Streitkräfte kritisiert regelmäßig, dass die Truppen angesichts der vielfältigen Einsätze unterversorgt seien. Zudem sei viel Material nach 15 Jahren Dauereinsatz im Nahen Osten veraltet. Die Armeeführung warnt auch vor den deutlich gestiegenen Verteidigungsausgaben der Rivalen Russland und China.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte nach dem Abzug der meisten US-Truppen aus dem Irak und Afghanistan die Verteidigungsausgaben reduziert. Dennoch geben die USA im internationalen Vergleich mit fast 600 Milliarden Dollar - das entspricht rund 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - mit Abstand am meisten Geld für ihre Streitkräfte aus.

Quelle: Apa/Ag.

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