Weltpolitik

NGO gibt Bericht zu Vertuschung von Kriegsverbrechen heraus

Der nicht-staatliche Belgrader Fonds für humanitäres Recht (FHR) hat am Dienstag einen Bericht zu Bemühungen der einstigen Belgrader Behörden veröffentlicht, die im Kosovo vom März bis Juni 1999 verübten Kriegsverbrechen zu vertuschen. Der Bericht enthält auch ein Namensverzeichnis von 110 dafür verantwortlichen Staats- und Regierungsfunktionären sowie Beschäftigten einiger Staatsunternehmen.

Der Bericht erfasste 940 albanische Opfer, mehrheitlich Zivilisten, deren Leichen nach dem Sturz des Milosevic-Regimes in vier Massengräbern in Serbien entdeckt worden waren. Die Menschenrechtsorganisation behauptete zudem, dass die Leichen einer "unbekannten Opferzahl" auch in drei serbischen Industriebetrieben verbrannt worden seien. Die Mehrheit der für die Vertuschung Verantwortlichen würden derzeit "ihren Ruhestand genießen", kritisierte die NGO.

Der Auftrag war vom damaligen Präsidenten Jugoslawiens Slobodan Milosevic gekommen, erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Quelle: APA

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