Weltpolitik

Nigeria: Rund 170 Tote nach Luftangriff auf Flüchtlingscamp

Nach dem irrtümlichen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Nordosten von Nigeria am Dienstag geht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) inzwischen von bis zu 170 Todesopfern aus. Dies ergebe sich aus übereinstimmenden Berichten von Lagerbewohnern und örtlichen Verantwortlichen, erklärte MSF am Freitag. Mitarbeiter der Organisation alleine hätten rund 90 Tote gezählt.

Bombardement erfolgte, als gerade Hilfsgüter verteilt wurden.  SN/APA (AFP/MSF)/Médecins sans Fro
Bombardement erfolgte, als gerade Hilfsgüter verteilt wurden.

"Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder." Das Bombardement vom Dienstag ereignete sich demnach, als gerade Hilfsgüter verteilt wurden. Nach UNO-Angaben wurden 89 Verletzte, die meisten davon Kinder, inzwischen aus dem Lager in Rann nach Maiduguri ausgeflogen. Der Luftangriff hätte dem nigerianischen Militär zufolge der Terrororganisation Boko Haram gelten sollen.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 23.09.2018 um 12:56 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/nigeria-rund-170-tote-nach-luftangriff-auf-fluechtlingscamp-510475

Schlagzeilen