Weltpolitik

Nigerianische Armee rettete verschlepptes Schulmädchen

Fast drei Jahre nach der Entführung von mehr als 200 Schülerinnen aus dem nigerianischen Ort Chibok haben Soldaten eines der Mädchen gefunden. Die von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram entführte Rakiya Abubkar und ihr sechs Monate altes Baby würden medizinisch untersucht und dann der Regierung des Bundesstaats Borno übergeben, erklärte das Militär am Donnerstag.

Die Bilder von verzweifelten Angehörigen waren um die Welt gegangen.  SN/AP
Die Bilder von verzweifelten Angehörigen waren um die Welt gegangen.

Die junge Frau sei während eines Einsatzes gegen die sunnitischen Terroristen gefunden worden. Im April 2014 hatte Boko Haram 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus dem Ort Chibok im nordöstlichen Borno verschleppt. Etwa 50 von ihnen gelang kurz danach die Flucht. Doch noch immer gelten etwa 200 der jungen Frauen als vermisst. Sie sollen von Boko Haram zum Übertritt zum Islam gezwungen und teils als Sexsklavinnen gehalten worden sein.

Vergangenes Jahr im Mai hatte das Militär eines der Mädchen retten können. Im Oktober kamen dann 21 Mädchen nach Verhandlungen der Regierung mit Boko Haram frei. Kurz darauf wurden ein weiteres Mädchen und dessen Baby in Sicherheit gebracht.

Bei Anschlägen und Angriffen in Nigeria und angrenzenden Gebieten hat Boko Haram seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet. Die Gruppe musste zuletzt jedoch militärische Niederlagen einstecken.

Quelle: Apa/Ag.

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