Weltpolitik

Nordkorea: Chancen auf Atomgespräche mit USA stehen schlecht

Die Chancen auf eine Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen Washington und Pjöngjang stehen aus der Sicht Nordkoreas schlecht. Die Möglichkeiten des Dialogs schrumpften immer mehr, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums. Grund dafür sei die Haltung der USA gegenüber Nordkorea.

Die Atomverhandlungen sind seit Monaten festgefahren SN/APA (Archiv/AFP)/KCNA VIA KNS
Die Atomverhandlungen sind seit Monaten festgefahren

Vor wenigen Tagen hatten die USA den Verbleib Nordkoreas auf der Liste der "Unterstützer des Terrors" bekräftigt. In einem jährlichen Bericht hatte das US-Außenministerium am Freitag die Bezeichnung Nordkoreas als "Terrorunterstützer" erneuert. Zur Begründung hieß es, Nordkorea sei in "Attentate auf ausländischem Boden involviert". Hintergrund ist die Ermordung des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, Kim Jong-nam, am Flughafen von Kuala Lumpur 2017.

Das nordkoreanische Außenministerium nannte die Bezeichnung eine "schwerwiegende, politisch motivierte Provokation". Die Atomverhandlungen zwischen den USA und Nordkorea sind seit Monaten festgefahren. Trump und Kim hatten sich erstmals im Juni vergangenen Jahres in Singapur zu einem Atomgipfel getroffen. Kim sagte damals zu, die Denuklearisierung seines Landes voranzutreiben. Seither sind die Atomgespräche zwischen Washington und Pjöngjang jedoch nicht mehr von der Stelle gekommen. Ein Gipfeltreffen in Hanoi im Februar brachen Trump und Kim ergebnislos ab.

Anfang Oktober scheiterten Atomgespräche zwischen nordkoreanischen und US-Unterhändlern erneut. Nordkorea forderte Washington wiederholt zu einem neuen "Ansatz" bei den Atomverhandlungen bis Ende des Jahres auf.

Aufgerufen am 07.12.2021 um 11:10 auf https://www.sn.at/politik/weltpolitik/nordkorea-chancen-auf-atomgespraeche-mit-usa-stehen-schlecht-78724033

Kommentare

Schlagzeilen