Weltpolitik

Norwegen beendet wegen Coronavirus Militärübung vorzeitig

Norwegen hat den zentralen Teil der großen internationalen Militärübung "Cold Response" mit Tausenden beteiligten Soldaten wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Das teilte das norwegische Militär am Mittwoch mit. Die Vorbereitungen des NATO-Manövers im Norden des skandinavischen Landes liefen bereits seit längerem, der Kern der Übung sollte aber von Donnerstag bis Mittwoch stattfinden.

Ursprünglich hatte Norwegen versucht, die Übung trotz der Sorgen wegen des Virus mit Anpassungen doch noch abzuhalten. Daraus wird jetzt aber nichts, wie der Leiter des norwegischen Militärhauptquartiers, Rune Jakobsen, mitteilte: "Das Virus ist jetzt in der Gesellschaft außer Kontrolle, und das ist eine neue Situation", erklärte er. Man habe sich deshalb entschlossen, das Manöver kontrolliert zu beenden. Das Militärpersonal solle nicht zur Ausbreitung des Virus beitragen.

"Cold Response" ist eine federführend vom norwegischen Militär organisierte Winterübung, die alle zwei Jahre in Nordnorwegen abgehalten wird. Rund 14.000 Soldaten aus neun Ländern wirkten laut norwegischen Militärangaben daran mit, darunter deutsche, US-amerikanische und britische Streitkräfte. Finnland hatte die Teilnahme von 400 finnischen Soldaten vor wenigen Tagen bereits abgesagt.

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