Weltpolitik

"Nur Geld hineinbuttern geht nicht"

Die EU müsse mehr Verantwortung für den Schutz von Flüchtlingen übernehmen, findet Christoph Pinter. Der Leiter des Wiener Büros von UNHCR spricht von 40.000 Menschen, für die Europa jetzt einen Platz anbieten sollte.

Zwei irakische Mädchen im Flüchtlingscamp. Mit einem Anteil von zwei Prozent lagen Iraker auf dem sechsten Rang bei den Resettlements 2016. Die meisten stammten aus Syrien, gefolgt vom Kongo und Afghanistan. SN/AFP
Zwei irakische Mädchen im Flüchtlingscamp. Mit einem Anteil von zwei Prozent lagen Iraker auf dem sechsten Rang bei den Resettlements 2016. Die meisten stammten aus Syrien, gefolgt vom Kongo und Afghanistan.

Christoph Pinter ist Chef des österreichischen Büros des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Von den Plänen, dass EU-Länder Flüchtlinge direkt aus Afrika aufnehmen wollen, hält er viel. Wirklich neu sind die Ideen allerdings nicht.

Hätte die EU nicht schon bisher Flüchtlinge direkt aus Afrika aufnehmen können? Pinter: Ja, das hätte sie. Resettlement ist nichts Neues, das machen wir seit Jahrzehnten. Es ist eines unserer wichtigsten Instrumente, um Flüchtlingen, die im Erstzufluchtsland keine ausreichende Sicherheit finden, die Möglichkeit zu bieten, woanders ein neues Leben aufzubauen. Also ja: Resettlement gibt es schon lange und wir haben auch an die Staaten appelliert, ihre Kapazitäten aufzubauen und zu erweitern.

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