Weltpolitik

Obama stellt sich vor Trump und gegen Vorverurteilung

Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt im Ausland hat US-Präsident Barack Obama vor einer Vorverurteilung seines Nachfolgers Donald Trump gewarnt. "Erwartet nicht das Schlechteste, hofft, dass die Administration ihren Job machen und arbeiten wird. Danach kann man sein Urteil fällen", sagte Obama in Lima bei einer Veranstaltung mit jungen Führungskräften.

Obama stellt sich vor Trump und gegen Vorverurteilung SN/APA (AFP)/MARTIN BERNETTI
Obama will Trump Zeit geben.

In seinem letzten öffentlichen Auftritt bei einer Auslandsreise hat US-Präsident Barack Obama vor einer Vorverurteilung seines Nachfolgers Donald Trump gewarnt. "Erwartet nicht das Schlechteste, hofft, dass die Administration ihren Job machen und arbeiten wird, danach kann man sein Urteil fällen", sagte Obama am Samstag in Lima.

Er nahm in der peruanischen Hauptstadt am Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC). Nach jeder Wahl gäbe es ein Gefühl der Unsicherheit. "Es wird nicht das Gleiche sein, wie er regiert und wie er Wahlkampf gemacht hat", meinte Obama. Er erwarte keine großen Veränderungen in der Lateinamerikapolitik.

Die beste Form, die US-Interessen zu schützen, seien auch gute Beziehungen zu den Nachbarn. Er betonte mit Blick auf Trumps Ankündigung, rasch drei Millionen Migranten ohne Papiere des Landes zu verweisen, dass die Zahl der illegalen Migranten bereits zurückgegangen sei.

In der Antwort auf die letzte Frage, welchen Rat er jungen Leuten gebe, betonte Obama: "Du sollst nicht die Vergangenheit ignorieren, sondern von ihr lernen." Die Menschheit neige dazu, die gleichen Fehler zu machen. "Wir dürfen nicht die gleichen Fehler wiederholen", mahnte der scheidende Präsident. 

Trump hatte im Wahlkampf unter anderem gegen Einwanderer gewettert, wirtschaftspolitisch protektionistische Töne angeschlagen und die US-Bündnispartner verschreckt. Obama hatte Trump im Wahlkampf als ungeeignet für Präsidentenamt bezeichnet.

Quelle: Apa/Ag.

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