Weltpolitik

Obama warnt vor Aufgabe der US-Werte im Terrorkampf

Kurz vor dem 15. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington hat US-Präsident Barack Obama davor gewarnt, im Kampf gegen den Terror die Werte der USA zu missachten. "Im Angesicht des Terrorismus' ist es wichtig, wie wir reagieren", sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache. "Wir können nicht denjenigen nachgeben, die uns spalten würden."

Obama warnt vor Aufgabe der US-Werte im Terrorkampf SN/APA (AFP)/SAUL LOEB
Wir können nicht denjenigen nachgeben, die uns spalten.

Die US-Gesellschaft dürfe keine Reaktionen zulassen, "die das Gefüge unserer Gesellschaft erodieren lassen würden", sagte Obama. Mit seiner Warnung spielte er offenbar auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an, der immer wieder Muslime und andere Minderheiten verunglimpfte und für eine rigide Sicherheitspolitik eintritt.

Obama hob die Offenheit der US-Gesellschaft hervor. Es sei "unsere Vielfalt, unser Willkommen für alle Talente, unser fairer Umgang mit jedem - ungeachtet seiner Rasse, seines Geschlechts oder Glaubens", welche die USA so "großartig" und "unverwüstlich" machten. "Und wenn wir diesen Werten treu bleiben, ehren wir das Erbe derjenigen, die wir verloren haben, und erhalten unsere Nation stark und frei."

Am Sonntag jähren sich die Anschläge vom 11. September zum 15. Mal. Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida hatten damals Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center in New York sowie in das Gebäude des Verteidigungsministeriums bei Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im US-Staat Pennsylvania in ein Feld. Knapp 3.000 Menschen wurden durch die Anschläge insgesamt getötet.

Obama bezeichnete den Tag der Anschläge in seiner Radioansprache als "einen der schwärzesten in der Geschichte unseres Landes". Seitdem sei viel passiert. "Wir haben (Al-Kaida-Chef) Osama bin Laden der Gerechtigkeit zugeführt", sagte der US-Präsident mit Blick auf die Tötung durch ein US-Kommando in Pakistan im Mai 2011. Die innere Sicherheit sei gestärkt, Anschläge vereitelt und Menschenleben gerettet worden.

Mit Blick auf Anschläge in den USA wie beim Marathon in Boston im Jahr 2013 oder in San Bernardino im Dezember 2015 räumte Obama zugleich ein, dass sich die terroristische Bedrohung "weiter entwickelt" habe. Daher kämpften die USA "in Afghanistan, Irak, Syrien und darüber hinaus" gegen Terroristen wie die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). "Wir werden sie zerstören", versicherte Obama. "Und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um unser Vaterland zu schützen."

Quelle: Apa/Ag.

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